AnGedacht

24. Juni - Johannistag

 

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Am 24. Juni ist Johannistag. Wir feiern die Mitte des Jahres, den Tag zwischen Weihnachten und Weihnachten. Es ist das Fest inmitten der längsten Tage des Jahres. Ein Fest für Sommer, Sonne, See, Reisen, Strand und Sonnenbrille. Das Johannesfest ist Johannes dem Täufer gewidmet. Dieser Heilige gab Kräutern und Früchten, die Unheil vertreiben, den Namen, auch den Johannisbeeren. Der Überlieferung nach wurde am 24. Juni Johannes der Täufer geboren. Die Bibel erzählt, dass Johannes der Täufer Jesus den Weg bereitet. Er tauft ihn im Jordan und kündigt sein wunderbares Wirken an. Johannes hat einen ganz eigenen Blick auf Jesus. Diesen Blick einzunehmen darum geht es am Johannistag.

 

Johannes, der Täufer, bei der Taufe Jesus.
Buntglasfenster in der Andreaskirche.
Foto: Harald Ulmer

  

Bildlich ist es für mich der Blick auf das Leben von der Sonnen- oder Sommerseite aus. Ein Perspektivwechsel: Ich darf, brauche, muss nicht immer den Blick auf die Dunkelheit lenken, um Christus zu erkennen, der als Licht der Welt alle Finsternis erleuchtet. Das ist die weihnachtlich-österliche Sicht auf Christus.

Johanni, das Fest Johannes des Täufers, lässt uns spüren, dass wir manchmal mit leichtem Gepäck unterwegs sind. Dass es in jedem Jahr und in jedem Leben Zeiten gibt, in denen die Sonne uns wärmt und alles hell und licht sein lässt. Vielleicht ist der Johannistag sogar eine Ermutigung, eine Art innerer Erlaubnis an uns, das Leben in seiner Ganzheit und damit sehr bewusst auch in seiner Schönheit besonders wahrzunehmen und zu genießen.

Manchmal darf es auch leicht sein. Jesus beginnt sein Wirken auf einer Hochzeit. Hier schenkt er Menschen ein Wunder, das fast ein bisschen unnötig erscheint. Niemand ist in Not und muss geheilt werden. Es geht nur darum, dass alle Menschen auf diesem Fest genug zu essen und zu trinken haben. Und Jesus stattet dieses Fest reichlich mit vielen kostbaren Getränken aus. Das Feiern, die Freude und die Leichtigkeit sind Gott wichtig. Nur so bleibt das Leben genießbar.

Vielleicht ist das auch der Sinn des Sommers, uns die leichten Seiten ins Gedächtnis zu rufen, damit wir nicht vergessen das Leben zu genießen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen einen wunderbaren Sommer. Möge er gesegnet sein mit kostbar leichten und unbeschwerten Augenblicken.

Herzliche Grüße, 

Ihre Pfarrerin Martina Lieb

 

 

Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe ich mache alles neu!
Offenbarung 21, Vers 5