Wochenspruch / 18. Sonntag nach Trinitatis

Das Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.
1. Johannes 4, Vers 21

  

   

Gottesdienstanzeiger 

22.10.2017 / 19. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls unter Mitgestaltung der Konfirmandinnen und Konfirmanden. (Einzelkelch/Saft) (Pfarrerin Lieb)
Die Kollekte ist für die Notfallseelsorge, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt und auf dem Lande bestimmt.
Wochenspruch: Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen. Jeremia 17, Vers 14
 

29.10.2017 / 20. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst zum Reformationsjubiläum unter musikalischer Mitgestaltung des Posaunenchors und des Singkreises Dietlingen & Weiler. (Pfarrerin Lieb und Pfarrer Raupp)
Wochenspruch: Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6, Vers 8
 

31.10.2017 / Reformationstag
11.00 Uhr - VOLL UNGERECHT?!? - GOTTES GANZ ANDERE GERECHTIGKEIT - Gottesdienst zur Reformation - Kirche St. Ulrich in Göbrichen. Es predigt Dekan Dr. Christoph Glimpel, musikalisch mitgestaltet durch den Bezirkskantor Wolfgang Bürck.
 

05.11.2017 / 21. Sonntag nach Trinitatis
10.00 Uhr - Ökumenischer Familiengottesdienst zum Abschluß der Kinder-Bibel-Woche unter musikalischer Mitgestaltung der Kirchenband. (Diakonin Bach & Team)
Im Anschluß an den Gottesdienst findet ein Kirchkaffee in und um die Andreaskirche statt.
Wochenspruch: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12, Vers 21
 

12.11.2017 / Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Tauffeier. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils. 2. Korinther 6, Vers 2
 

19.11.2017 / Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr / Volkstrauertag
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Musikvereins Dietlingen e.V. (Pfarrer i. R. Pöbel)
Die Kollekte ist bestimmt für Zeichen des Friedens.
Wochenspruch: Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. 2. Korinther 5, Vers 10
 

22.11.2017 / Buß- & Bettag
19.00 Uhr - Gottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls. (Gemeinschaftskelch/Wein) (N.N.)
Die Kollekte ist bestimmt für das Christliche Hospiz Pforzheim.
 

26.11.2017 / Letzter Sonntag im Kirchenjahr
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Singkreises. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Psalm 90, Vers 12
 

03.12.2017 / 1. Advent
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Tauffeier. (Pfarrer i. R. Wettach)
11.00 Uhr - Fiffi-Gottesdienst für kleine Leute, mit Fiffi, der Kirchenmaus. (Team)
Die Kollekte ist für die Aktion "Brot für die Welt" bestimmt.
Wochenspruch: Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. Sacharija 9, Vers 9

  

Änderungen vorbehalten.

 

 

Kindergarten Blumenwiese
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen

Schon lange wollten die Kinder und Erzieherinnen des Evangelischen Kindergartens in der Uhlandstraße 4, dem Kindergarten einen Namen geben. Im Familien-Gottesdienst am 16. September 2017 war es dann soweit. "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen", so lautete das Thema des Gottesdienstes, in dem der Kindergarten in "Evangelischer Kindergarten Blumenwiese" umbenannt wurde.

 

 

Die Kinder stellen den neuen Namen im Gottesdienst vor.
Foto: Kindergarten Blumenwiese

  

Warum Evangelischer Kindergarten Blumenwiese? Wir haben uns schon lange Zeit Gedanken gemacht, wie unser Kindergarten heißen könnte. Es sollte ein Namen sein, der zu uns passt, er sollte zu unseren Gruppennamen (Schmetterlinge, Eichhörnchen und Spatzennest) passen und die Kinder sollten sich damit identifizieren können. Auch sehr wichtig, er sollte sich am Telefon gut sagen lassen.

 

  

Neues Logo des Kindergartens. Entwurf: Anne Otto
Zur Homepage der Blumenwiese klicken Sie bitte auf das Logo.

   

Blumenwiese - Eine Blumenwiese besteht aus einer bunten Vielfalt. Sie benötigt zum Wachsen und Gedeihen einen nährenden Boden, der Wurzeln Halt gibt. Sie benötigt Zuwendung und achtsame Pflege. Jede Blume hat, wie auch unsere Kinder, ihre eigenen Bedürfnisse und ihr individuelles Wachstum.

Die Blumenwiese ist eingebunden in den Rhythmus der Schöpfung. Die Zeiten des Blühens und der Ruhe wechseln sich ab. Eine Blumenwiese ist für jeden eine Freude anzusehen, ihre Pflege ist eine wertvolle und verantwortungsvolle Aufgabe.

Das pädagogische Team des Evangelischen Kindergartens Blumenwiese

 

 

Hörst Du nicht die Glocken?

Die Bundesweite Kampagne startet mit einem öffentlichen Glockenguss ...

Eine bundesweite, ökumenische Kampagne unter dem Motto "Hörst du nicht die Glocken?" wird am Freitag, 1. Dezember 2017 mit dem Guss einer "Ökumeneglocke" vor dem Karlsruher Schloss eröffnet. Es wird die letzte Glocke sein, welche die traditionsreiche Gießerei Bachert in Karlsruhe gießen wird. Mehrere tausend Menschen werden zu der Großveranstaltung erwartet.

 

  

Mit der bundesweiten Kampagne soll an die religiöse und kulturelle Bedeutung der Kirchenglocken erinnert werden. Die Kirchen wollen damit einladen, das individuelle und gemeinsame Beten im Tageslauf neu zu entdecken und Menschen dazu anregen, sich durch den Klang der Glocken in ihrer eigenen Spiritualität berühren zu lassen. Die Kampagne wurde in Baden entwickelt und ist jetzt eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Die geplante "Ökumeneglocke" ist bestimmt für eine von zwei Gemeinden ökumenisch genutzte Kirche in Mannheim. Die Glockengießerei Bachert zieht zum kommenden Jahr von Karlsruhe in die Region Sinsheim um; von ihr stammen u. a. die größte Glocke Baden-Württembergs in der Karlsruher Christuskirche sowie Glocken für den Hamburger Michel und die Dresdner Frauenkirche.

 

Geläute der Dietlinger Andreaskirche. Foto: Lothar Stängle

Links oben: Sterbeglocke h' / 1957 / Gebrüder Bachert Karlsruhe
Rechts oben: Taufglocke gis' / 1989 / Karlsruher Glockengießerei
Links unten: Ewigkeitsglocke dis' / 1989 / Karlsruher Glockengießerei
Rechts unten: Betglocke fis' / 1801 / C. G. Neubert Ludwigsburg

   

Der öffentliche Glockenguss in der Dämmerung des 1. Dezember wird in traditioneller Weise von einer liturgischen Feier umrahmt, an dem unter anderem die beiden Mannheimer Stadtdekane, Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Erzbischof i. R. Robert Zollitsch mitwirken. Die Feier beginnt um 16.30 Uhr mit einem Rahmenprogramm.

Auch drei Glocken der Dietlinger Andreaskirche wurden in Karlsruhe gegossen.

Dr. Daniel Meier Kirchenrat, Pressesprecher und Leiter des ZfK der Landeskirche

 

 

Besuchsdienst - Unterwegs

Unterwegs in den Häusern unseres Dorfes sind die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstkreises an vielen Tagen im Jahr. Wir besuchen Menschen unserer Gemeinde um ihnen zum Geburtstag zu gratulieren, Kinder, die bei uns getauft wurden, an ihrem Tauftag von unserer Kirchengemeinde zu grüßen und Neuzugezogene in Dietlingen willkommen zu heißen.

Wir besuchen Gemeindeglieder an ihrem 75. Geburtstag und ab dem 80. Geburtstag jedes Jahr. - Pfarrerin Martina Lieb besucht die Jubilare zum 90. Geburtstag und ab dem 95. Geburtstag jedes Jahr.

Haben Sie Lust sich mit uns auf den Weg zu machen? Wir freuen uns über jede neue Mitarbeiterin und jeden neuen Mitarbeiter. Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich doch bei Karin Bischoff (Telefon: 07236 / 88 16), Marion Schindler (Telefon: 07236 / 98 06 76) oder Christa Seiter (Telefon: 07236 / 84 47).

 

 

500 Jahre Reformation - auch in Baden

Seit dem 14. Jahrhundert wuchs die Kritik an kirchlichen Missständen. 1517 protestierte der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther gegen den Ablasshandel der Kirche und veröffentlichte dazu 95 Thesen. Sie verbreiteten sich schnell und markieren den Beginn der Reformation. 1518 verteidigte Luther seine Thesen an der Universität Heidelberg. Die Professoren waren schockiert, Studenten begeistert.

Philipp Melanchthon aus Bretten folgte Luther nach Wittenberg. Schnell zeigte sich evangelische Vielfalt: Heidelberg wurde als Teil der reformierten Kurpfalz calvinistisch, die Markgrafschaft Baden hingegen wurde lutherisch. Durch die freiwillige Union von Reformierten und Lutheranern entstand 1821 in Baden die "Vereinigte Protestantische Landeskirche". Ihr erstes geistliches Oberhaupt war Prälat Johann Peter Hebel.

Heute hat die Evangelische Landeskirche in Baden ca. 1,2 Millionen Mitglieder und ist Teil der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Ausführliche Informationen und Hintergründe erhalten Sie unter: www.reformation-baden.de

 

 

Kirchenband + Projektchor

Für alle, die gerne singen oder ein Instrument spielen und ab und zu einen Gottesdienst mitgestalten wollen, aber keine Zeit haben für regelmäßige Chor- oder Bandproben.

 

 

Wir treffen uns vor jedem Gottesdienst zu zwei bis drei Proben. Noten und Hörbeispiele gibt es vorab und die Termine werden "gedoodelt".

Weitere Informationen bei: Stefan Vetter / Email: s.vetter (at) ekidi.de / Telefon: 07236 / 98 18 09

 

 

Kelterner Forum - Bedrohung Alzheimer

... eine Krankheit fordert heraus / 8. November 2017 / 19.00 Uhr / Albert-Knapp-Haus in Ellmendingen.

Derzeit leiden in Deutschland ca. 1,6 Millionen Menschen an einer Demenz, zu zwei Dritteln an der Alzheimer-Krankheit. Sofern kein Durchbruch in Forschung und Therapie gelingt, werden es bis zum Jahr 2050 etwa 3 Millionen Erkrankte sein. Neben der gesellschaftlichen Dimension stellt die Krankheit für Betroffene und Angehörige eine erhebliche Belastung dar - körperlich, psychisch, emotional und sozial.

Vor diesem Hintergrund versucht das "Kelterner Forum" mit dieser Veranstaltung neue Wege zu gehen: nach einem kurzen, einführenden Vortrag zu den medizinischen Hintergründen (Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, Arzt für Neurologie und . Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrums Quellenhof in Bad Wildbad) steht der Oscar-prämierte Kinofilm "Still Alice - mein Leben ohne gestern" im Mittelpunkt des Abends. In diesem Film wird die Alzheimer-Krankheit anschaulich und emotional berührend dargestellt. Im Anschluss wird Frau Karin Watzal, DemenzZentrum Keltern, die Möglichkeiten des Umgangs mit Demenzkranken und der Betreuung vor Ort aufzeigen. Danach haben die Zuschauer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über das Thema im Allgemeinen und den Film im Besonderen auszutauschen. 

www.kelterner-forum.de   

 

 

Ran ans Leben - Ein Jahr voller Eindrücke, die bleiben ...

Erste berufliche Erfahrungen sammeln, nach der Schulzeit erstmal das "echte Leben" kennenlernen, neue Leute treffen, selbständig werden - gute Gründe für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst gibt es viele. Auch nach einer längeren Auszeit aus dem Beruf oder wenn sich der Ruhestand doch als zu ruhig erweist: Was immer auch die Gründe sind, sich für ein Jahr freiwillig zu engagieren, es lohnt sich auf jeden Fall!

Die Freiwilligendienste des Diakonischen Werks und der Evangelischen Landeskirche Baden bieten, für Menschen zwischen 16 und 99 Jahren, Einsatzmöglichkeiten in den verschiedensten Arbeitsfeldern von Diakonie und Kirche. Ob in der Arbeit für Menschen mit Behinderung, als Schulbegleitung, im Krankenhaus, der Altenhilfe oder im Kindergarten und natürlich in Kirchengemeinden - die Auswahl ist so vielfältig wie die Talente der Bewerberinnen und Bewerber.

Mehr Informationen und einen Überblick über Einsatzstellen, Bezahlung und Bewerbungsverfahren findet man unter www.diakonie-baden.de/fwd oder auf www.ranansleben.de.

Informationen über einen Freiwilligendienst im Ausland gibt es unter www.freiwillige-vor.org

Diakonisches Werk Baden   

 

 

Spenden + Gaben

In der Zeit vom 28. Juni 2017 bis 27. September 2017 sind im Pfarramt die folgenden Spenden eingegangen:

Wo am Nötigsten: 1.010 Euro / Flüchtlinge: 450 Euro / Konfirmanden-Arbeit: 198 Euro / Kinder-Bibel-Sonntag: 144,50 Euro / Seniorenarbeit: 185,70 Euro / Singkreis: 120 Euro / Posaunenchor: 450 Euro / Cassettendienst: 40 Euro / Heimatgruss-Ausgabe 278: 808,70 Euro / Kirchenopfer: 1.012,40 Euro / Weitere verschiedene Kollekten: 753,10 Euro.   

Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön.  

 

 

Ökumenische Vereinbarung

Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern

Im Rahmen eines ökumenischen Abendgebetes aus Anlass des 50-jährigen Kirchweih-Jubiläums der katholischen Kirche in Dietlingen wurde am 30. Oktober 2005 die Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern unterzeichnet. Diese Vereinbarung stellt eine Selbstverpflichtung dar und ermutigt die evangelischen und katholischen Christen in Keltern-Dietlingen zu einer verlässlichen und bewussten ökumenischen Zusammenarbeit.

Eine Rahmenvereinbarung wurde bereits am 27. Mai 2004 anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes zur "Gebetswoche für die Einheit der Christen" in der St. Franziskus-Kirche zu Pforzheim von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch für die Erzdiözese Freiburg und Landesbischof Dr. Ulrich Fischer für die Evangelische Landeskirche in Baden vorgestellt und unterzeichnet. Diese Rahmenvereinbarung hat uns in Keltern-Dietlingen dazu angeregt, in den Leitungsgremien eine verbindliche Vereinbarung zu erarbeiten, die die besonderen örtlichen Möglichkeiten im Blick hat und das bereits gewachsene ökumenische Miteinander berücksichtigt.

Im Vorwort dieser Rahmenvereinbarung heißt es:

"Diese Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften versteht sich als gemeinsame Verpflichtung zur Zusammenarbeit aufgrund der "Charta Oecumenica - Leitlinien für die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Europa". Sie will die ökumenische Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinden und Pfarreien fördern und stärken und einen dafür verbindlichen Maßstab setzen."

Damit alle diese Vereinbarung nachlesen können, wird ihr wesentlicher Inhalt hier abgedruckt.

Präambel

  • Im Bekenntnis zur Taufe als dem gemeinsamen grundlegenden Band der Einheit in Jesus Christus,
  • getragen von der Bitte Jesu, "dass alle eins seien" (Johannes 17,  Vers 21),
  • im Glauben an Jesus Christus als Haupt der Kirche und Herrn der Welt auf der gemeinsamen Grundlage des Wortes Gottes, wie es die Heilige Schrift bezeugt,
  • auf der Grundlage des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel (381) als Auslegung der Heiligen Schrift,
  • in Erinnerung an die von der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg 1999 unterzeichnete gemeinsame Erklärung,
  • ermutigt durch die gemeinsame Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 und durch die langjährige geschwisterliche Zusammenarbeit unserer beiden Gemeinden,

verpflichten sich die evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und die römisch-katholische Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern zu weiteren Schritten auf dem Weg zur sichtbaren Einheit in einem Glauben und in der einen eucharistischen Gemeinschaft und unterzeichnen folgende Vereinbarung:  

  

1. Im ökumenischen Miteinander ist es wichtig, die geistlichen Gaben der verschiedenen christlichen Traditionen kennen zu lernen, sich davon bereichern zu lassen und so voneinander zu lernen. Daher verpflichten wir uns, das Leben unserer Gemeinden auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Arbeitsbereichen kennen zu lernen, einander zu den jeweiligen Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen sowie regelmäßige Begegnungen zu vereinbaren. Wir wollen Selbstgenügsamkeit überwinden und mögliche Vorurteile beseitigen, die Begegnung miteinander suchen und füreinander da sein.

2. Unsere Ökumene lebt davon, dass wir Gottes Wort gemeinsam hören und den Heiligen Geist in uns und durch uns wirken lassen. Wir wollen den bisherigen Weg fortsetzen, durch Gebete und Gottesdienste die geistliche Gemeinschaft zwischen unseren Gemeinden zu vertiefen und die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi zu fördern. Wir verpflichten uns, auf der Grundlage der gemeinsamen Erklärung zu "Gottesdienst und Amtshandlungen als Orte der Begegnung" füreinander und miteinander zu beten.
An folgenden Tagen wollen wir miteinander Gottesdienst feiern: an Silvester und Pfingstmontag, am Weltgebetstag der Frauen, zum Abschluss der Kinder-Bibel-Woche und an geeigneten Tagen im Rahmen des Schuljahres.
An folgenden Tagen wollen wir einander einladen, um das spezifische gottesdienstliche Feiern des Partners kennen- und besser verstehen zu lernen: an Allerheiligen und am Buß- und Bettag.
Wünschenswert ist es, wenn der Ökumenische Jugendkreuzweg gemeinsam gestaltet wird.

3. Wir wollen als evangelische und katholische Kirchengemeinden gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen verkündigen. Angesichts vielfältiger Orientierungslosigkeit, aber auch mannigfacher Suche nach Sinn sind die Christinnen und Christen besonders herausgefordert, ihren Glauben zu bezeugen. Dazu bedarf es des verstärkten Engagements und des Erfahrungsaustauschs in Katechese und Seelsorge.
Ebenso wichtig ist es, dass das ganze Volk Gottes gemeinsam das Evangelium in die gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein vermittelt wie auch durch sozialen Einsatz und die Wahrnehmung von politischer Verantwortung zur Geltung bringt.

Daher verpflichten wir uns, auf folgenden Ebenen und in folgenden Arbeitsbereichen einander stets zu informieren und Absprachen zu treffen bzw. gemeinsam zu handeln:

  • gemeinsame Sitzungen des Pfarrgemeinderats und des Kirchengemeinderats in zweijährigem Turnus
  • Zusammenarbeit im Kelterner Forum
  • Kooperation mit der Sozialstation
  • Austausch und Auslegen von Gemeindebriefen auf dem jeweiligen Informationstisch in der Kirche
  • wechselseitige Mitteilung von wichtigen Terminplanungen
  • wechselseitige Einladung zu besonderen Veranstaltungen
  • bei Bedarf wechselseitiges Zurverfügungstellen der kirchlichen Räume.

4. Ökumene geschieht bereits in vielfältigen Formen gemeinsamen Handelns in der Erzdiözese Freiburg, in der Evangelischen Landeskirche in Baden und in unseren Gemeinden. Viele Christinnen und Christen leben und wirken gemeinsam in Freundschaften, in der Nachbarschaft, im Beruf und in ihren Familien. Insbesondere konfessionsverbindende Ehen und Familien müssen darin unterstützt werden, Ökumene in ihrem Alltag zu leben.
Wir verpflichten uns, die gemeinsame Trauung konfessionsverbindender Ehepartner den Ehepaaren/Brautpaaren anzuraten und gemeinsam vorzunehmen (Formular C).
Wir verpflichten uns weiter, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens dem entgegenstehen.

Insbesondere vereinbaren wir für unsere Gemeinden:

  • Durchführung der Kinder-Bibel-Woche und der Bibelwoche für Erwachsene
  • geeignete Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeitende im Besuchsdienst
  • ein Frauentreff für Frauen im mittleren Lebensalter
  • Durchführung der Sternsinger-Aktion
  • Grußworte anlässlich der Kommunion bzw. Konfirmation

5. Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit und Einheit ist von grundlegender Bedeutung. Wir verpflichten uns, die ökumenische Gemeinschaft im Dialog zwischen unseren Gemeinden gewissenhaft und intensiv fortzusetzen. Wenn Kontroversen in Fragen des Glaubens und der Ethik bestehen, wollen wir das Gespräch suchen und alle, auch strittige Fragen gemeinsam im Licht des Evangeliums und der Überlieferung unserer Kirchen erörtern.

6. Die Partnerschaft unserer Gemeinden ist offen für die Partnerschaft mit weiteren christlichen Gemeinden in unserer Region und an unserem Ort. Für die Aufnahme in die Partnerschaft ist allerdings Voraussetzung, dass die betreffende Gemeinde als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg angehört oder mit ihr in grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbunden ist.

Abschluss

Mit dieser Vereinbarung geben wir dem zwischen uns gewachsenen Miteinander einen verbindlichen Rahmen und verpflichten uns, dieses Miteinander auch weiterhin zu fördern und zu entwickeln. So suchen wir der Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst gerecht zu werden zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Keltern, den 30. Oktober 2005

Evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen
Dr. Andreas Dittrich / Vorsitzender des Kirchengemeinderates
Klaus Zimmermann, Pfarrer / Stellvertretender Vorsitzender

Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie Keltern
Klaus Bundschuh / Pfarrer
Herbert Böhm / Vorsitzender des Pfarrgemeinderates