Wochenspruch / Quasimodogeniti

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. 1. Petrus 1, Vers 3

  

   

Gottesdienstanzeiger 

30.04.2017 / Miserikordias Domini
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrerin Lieb)
Die Kollekte ist bestimmt für die Arbeit des Deutschen Evangelischen Kirchentags.
Wochenspruch: Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. Johannes 10, Verse 11 + 27 -28
 

07.05.2017 / Jubilate
9.30 Uhr - Konfirmationsgottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls unter musikalischer Mitgestaltung des Posaunenchors. (Gemeinschaftskelch/Wein) (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 2. Korinther 5, Vers 17
 

14.05.2017 / Kantate
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrerin Lieb)
9.30 Uhr - Kinder-Bibel-Sonntag im Oberlinhaus. (Diakonin Bach & Team)
Die Kollekte ist für die kirchenmusikalische Arbeit der Landeskirche bestimmt.
Wochenspruch: Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Psalm 98, Vers 1
 

20.05.2017
18.00 Uhr - Ökumenischer Gottesdienst anlässlich der Primiz von Georg Seelmann in der Andreaskirche unter musikalischer Mitgestaltung des Posaunenchors.
 

21.05.2017 / Rogate
9.30 Uhr - Kein Gottesdienst.
11.00 Uhr - Fiffi-Gottesdienst für kleine Leute (Fiffi-Team)
Wochenspruch: Gelobt sei Gott; der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66, Vers 20
 

25.05.2017 / Christi Himmelfahrt
9.30 Uhr - Gottesdienst (N. N.)
 

27.05.2017
20.00 Uhr - Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. (Team)
 

28.05.2017 / Exaudi
9.30 Uhr - Gottesdienst auf dem Bauernhof Bischoff. (Pfarrerin Lieb)
Die Bezirkskollekte ist für die Arbeit der Telefonseelsorge bestimmt.
Wochenspruch: Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Johannes 12, Vers 32
 

04.06.2017 / Pfingsten
9.30 Uhr - Gottesdienst unter musikalischer Mitgestaltung des Singkreises. (N. N.)
Die Kollekte ist bestimmt für die Aufgaben der Badischen Landesbibelgesellschaft.
Wochenspruch: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. Sacharija 4, Vers 6
 

05.06.2017 / Pfingstmontag
10.00 Uhr - Ökumenischer Gottesdienst im Grünen unter musikalischer Mitgestaltung der Kelterner Posaunenchöre beim Obst- & Gartenbauverein Dietlingen. (Pfarrerin Lieb)
 

11.06.2017 / Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Tauffeier. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. Jesaja 6, Vers 3
 

18.06.2017 / 1. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (N. N.)
Die Kollekte ist bestimmt für besondere gesamtkirchliche Aufgaben - Aufbau digitaler Netzwerke des Glaubens für junge Menschen.
Wochenspruch: Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10, Vers 16
 

24.06.2017
20.00 Uhr - Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. (Team)
 

25.06.2017 / 2. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrer Ziegler)
Die Kollekte ist bestimmt für die Diakonische Arbeit der Landeskirche.
Wochenspruch: Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11, Vers 28
 

01.07.2017
Zeit noch offen - Gottesdienst zur Einweihung des neuen Kindergarten Farbklecks im Speiterling. (Pfarrerin Lieb)
 

02.07.2017 / 3. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Kein Gottesdienst.
9.30 Uhr - Kinder-Bibel-Sonntag im Oberlinhaus. (Diakonin Bach & Team)
Wochenspruch: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19, Vers 10
 

09.07.2017 / 4. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst zum Abschluss der Visitation unter musikalischer Mitgestaltung des Singkreises und des Posaunenchors. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetzt Christi erfüllen. Galater 6, Vers 2

  

Änderungen vorbehalten.

 

 

Poetry meets Church Rock

"Auf dem Weg ..." ist jeder - für sich allein, zu zweit, gemeinsam mit anderen oder mit Gott. Am vergangenen Sonntag, den 19. März 2017, spielte die Band "bluish" aus Steinegg christliche und weltliche Pop- und Rockmusik - zum Mitfühlen und Mitsingen.

 

 

 

Poetische Texte, vorgetragen von Pfarrer Fritjof Ziegler, ergänzten den Abend.

 

 

  

 

 

Fotos: bluish 

 

 

Besuchsdienst - Unterwegs

Unterwegs in den Häusern unseres Dorfes sind die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstkreises an vielen Tagen im Jahr. Wir besuchen Menschen unserer Gemeinde um ihnen zum Geburtstag zu gratulieren, Kinder, die bei uns getauft wurden, an ihrem Tauftag von unserer Kirchengemeinde zu grüßen und Neuzugezogene in Dietlingen willkommen zu heißen.

Wir besuchen Gemeindeglieder an ihrem 75. Geburtstag und ab dem 80. Geburtstag jedes Jahr. - Pfarrerin Martina Lieb besucht die Jubilare zum 90. Geburtstag und ab dem 95. Geburtstag jedes Jahr.

Haben Sie Lust sich mit uns auf den Weg zu machen? Wir freuen uns über jede neue Mitarbeiterin und jeden neuen Mitarbeiter. Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich doch bei Karin Bischoff (Telefon: 07236 / 88 16), Marion Schindler (Telefon: 07236 / 98 06 76) oder Christa Seiter (Telefon: 07236 / 84 47).

 

 

Die Lutherbibel 2017 - Zurück in die Zukunft

Das Reformationsjubiläum 2017 steht bevor. Dazu gibt es seit Oktober eine neue Überarbeitung der Lutherbibel, die der Jahrhunderte alten Arbeit des Reformators neues Gewicht geben soll.

 

  

In regelmäßigen Abständen passt eine kirchliche Arbeitsgruppe die Bibelübersetzung Martin Luthers den aktuellen Bedürfnissen an. Bei der letzten Überarbeitung 1999 wurden zwei Ziele umgesetzt: erstens für den Schulgebrauch die neue Rechtschreibung einzuführen und zweitens endlich den ursprünglichen Begriff "Weib", der heute nur noch abwertend verstanden wird, durch den ganz neutralen Begriff "Frau" zu ersetzen - wie es Martin Luther meistens auch meinte.

Mit der "Lutherbibel 2017" sind diesmal zwei andere Ziele verfolgt worden: Erstens sollten einige Passagen den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte entsprechen - und zwar auch in dem Sinn, dass manche Formulierungen wieder der ursprünglichen Lutherübersetzung angenähert wurden, wenn die Gründe für redaktionelle Eingriffe der Ausgaben von 1975 oder 1984 sich als reine Vermutungen erwiesen haben.

Die Spätschriften des Ersten Testaments (wie Judith, Tobit oder Jesus Sirach), die Martin Luther teilweise gar nicht selbst übersetzte, weil er sie bloß für nützlich, aber nicht zur Heiligen Schrift gehörig betrachtete, wurden zum anderen nun endlich einer einheitlichen Durchsicht unterzogen. In diesem Bereich gibt es jetzt auch einige Änderungen in der Versnummerierung. Alle neuen Ausgaben der Lutherbibel werden diese Spätschriften nun in akkurater, konsequenter Übersetzung enthalten.

Die Mischung von Genauigkeit, Sprachgefühl und Freiheit, die Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung 1534 angewandt hat, war der Grund dafür, dass sie Jahrhunderte lang als frisch geblieben und unübertroffen galt. "Dem Volk aufs Maul geschaut" - das war damals sein Erfolgsrezept. Statt nur wörtlich zu übersetzen, hat er mit eigenen Worten versucht, den Sinn einzufangen: "Lass meine Seele voll werden mit Schmalz und Fettem" (wörtlich) verwandelte Martin Luther in die Formulierung "Das wäre meines Herzens Freude und Wonne". Da die Lutherübersetzung an vielen Stellen einen seit langem vertrauten Text bietet, wird sie heute nicht mehr in einem ähnlichen Umfang wie zur damaligen Zeit an die Alltagssprache angepasst. Die Aufgabe, "dem Volk aufs Maul zu schauen", haben andere Übersetzungen mit ihrem Versuch der Übertragung in aktuelle Sprache übernommen.

  

  • Einheitsübersetzung: Übersetzung für die katholischen Bistümer im deutschen Sprachraum, die auch im katholischen Gottesdienst Verwendung findet; kommt im Dezember in einer neuen Ausgabe heraus. Mischung aus Tradition, Sprachkunst und verständlicher Sprache.

  • Gute-Nachricht-Bibel, BasisBibel: Zwei Übersetzungen, die versuchen in eine moderne, gut verständliche Sprache zu übersetzen - die Übertragung ist dabei etwas freier; die BasisBibel gibt es bisher nur mit Evangelien und Psalmen.

  • Elberfelder Bibel, Hoffnung für alle: zwei Übersetzungen, die versuchen, die Bibel möglichst genau in eine verständliche Sprache zu übersetzen.

  • Achtung: Die "Lutherbibel 2017" ist etwas anderes als die "Neue Luther", die 2009 von einer spanischen Verlagsgruppe herausgegeben wurde.

  

Über tausend Änderungen gab es insgesamt, die von 70 Fachleuten beigetragen wurden. Etwa ein Drittel davon führt wieder stärker zur ursprünglichen Übersetzung Luthers zurück. Etliche Anpassungen beziehen sich auch auf die Zwischenüberschriften, Querverweise, Erklärungen oder die fett gedruckten Kerntexte. Es ist also berechtigt, von einer "Revision" zu sprechen: Eine Durchsicht, die in manchen Punkten vorwärts, in anderen Bereichen aber zurück zum Ursprung führt - ganz wie es bei einem Reformationsjubiläum angemessen ist.

 

Beispiele für Änderungen:

  • In Psalm 42, Vers 6 wurde ein eingefügter vermuteter Refrain wieder gestrichen.

  • In Matthäus 6, Vers 1 wird jetzt von der ursprünglich gemeinten allgemeinen "Gerechtigkeit" gesprochen, nicht vom "Almosen", wie Luther es auf der Grundlage ihm zur Verfügung stehender Vorlagen übersetzte.

  • Unter den von Luther übersetzten "Gottlosen" könnten wir Leser heute Atheisten verstehen - so ist der Ausdruck in der Bibel aber ursprünglich meist nicht gemeint; darum ist jetzt meist von "Frevlern" die Rede.

  • Wo Luther "die Heiden" übersetzte, sind oftmals einfach "die (fremden) Völker" ausßerhalb Israels gemeint; so wird jetzt auch übersetzt.

  

Es gibt übrigens keine Sorgen, dass die Bibel sich heute nicht mehr verkauft. Untersuchungen zeigen, dass niemand die Bibel nur auf dem Computer oder dem Smartphone liest - es besteht eher die Befürchtung, dass die 260.000 neuen Bibeln, die die Deutsche Bibelgesellschaft schon gedruckt hat, vor allem von denjenigen gekauft werden, die bereits 2 oder 3 Bibeln zuhause haben - und nicht von denen, die sie noch nicht richtig kennen.

Die Bibel lässt sich im Internet kostenlos lesen: www.die-bibel.de. Zum Reformationsjubiläum gibt es unter dieser Adresse auch eine kostenlose App fürs Smartphone mit der Lutherübersetzung 2017.

Fritjof Ziegler

 

 

Kirchenband + Projektchor

Für alle, die gerne singen oder ein Instrument spielen und ab und zu einen Gottesdienst mitgestalten wollen, aber keine Zeit haben für regelmäßige Chor- oder Bandproben.

 

 

Wir treffen uns vor jedem Gottesdienst zu zwei bis drei Proben. Noten und Hörbeispiele gibt es vorab und die Termine werden "gedoodelt".

Weitere Informationen bei: Stefan Vetter / Email: s.vetter (at) ekidi.de / Telefon: 07236 / 98 18 09

 

 

Kelterner Forum - Fluchtursachen und Entwicklungshilfe

Martin Gück Dipl. Volkswirt / Kairos Europa e.V.
Roland Schultner Dipl. Ing. / Senior Experten Service

Mittwoch, 17. Mai 2017, 20 Uhr Katholisches Gemeindehaus Dietlingen

"Flucht - Migration - Asyl", mit diesem Thema setzte sich das Kelterner Forum vor zwei Jahren auseinander. Und wo stehen wir heute? Nach wie vor sehen sich Menschen weltweit gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie für sich und ihre Angehörigen aus unterschiedlichen Gründen keinen anderen Ausweg aus einem menschenunwürdigen Dasein sehen. Und es ist auch weiterhin nicht damit zu rechnen, dass der Flüchtlingszustrom in absehbarer Zukunft abnehmen wird - im Gegenteil!

"Wer Elend, Krieg und Umweltzerstörung sät, wird Flüchtlinge ernten." So Martin Gück, Kairos Europa e.V., der in seinem Vortrag polit-ökonomische Zusammenhänge als maßgebliche Fluchtursachen aufzeigen und sodann auf wirksame weil notwendige Veränderungsmöglichkeiten eingehen wird.

Roland Schultner (SES) wird den Senior Experten Service als Ergänzung zu offiziellen Entwicklungshilfeprogrammen vorstellen. Wie immer im Kelterner Forum besteht für Sie im Anschluss der Ausführungen die Möglichkeit zur Diskussion.

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Internetseiten unter: www.kelterner-forum.de.

Roland Schultner / Kelterner Forum   

 

 

Weltgebetstag 2017

Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Weltgebetstag zur größten ökumenischen Frauenbewegung weltweit entwickelt. Jedes Jahr laden christliche Frauen eines anderen Landes am ersten Freitag im März zum Weltgebetstag ein. Wir DietlingerInnen feierten dieses Jahr in der katholischen Kirche Heilige Familie.

Gastland waren die Philippinen, ein katholisch geprägtes Land, mit 7.107 Inseln. Auf dem Archipel im Pazifischen Ozean, finden sich neben Naturschönheiten und Weltkulturerbe, auch zerstörerische Naturgewalten, interne Konflikte und von Menschen verantwortete Umweltkatastrophen.

 

Geschmückter Altar in der Kirche Heilige Familie Keltern.

  

Trotz Ressourcenreichtum herrscht eine krasse Ungleichheit, die bis in die spanische Kolonialzeit zurückgeht. Wohlstand, Macht und Einfluss konzentrieren sich auf wenige Familienclans. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die indigene Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich - und das schon lange vor Amtsantritt des umstrittenen Präsidenten Duterte im Jahr 2016.

Informiert beten - betend handeln sind Grundsätze der Weltgebetstagsbewegung. Wir haben vieles über das uns doch recht ferne und fremde Land, seine wechselvolle Geschichte, sowie über politische und soziale Zusammenhänge erfahren. Exemplarisch kamen im Gottesdienst drei Philippinas zu Wort, die über ihren Alltag, ihre Sorgen und Nöte berichteten. Die philippinischen Frauen, die den Gottesdienst vorbereiteten, haben sich das Thema gewählt: WAS IST FAIR.

Sie teilten mit uns ihre Vision von einer sehenden Gerechtigkeit, einer Gerechtigkeit, die nicht blind nach buchhalterischen Gesetzen die jeweilige Leistung aufwiegt, sondern mit offenen Augen nach den Grundbedürfnissen verteilt, sodass jeder den "Denar" für diesen Tag, also das, was zum Leben notwendig ist, bekommt (Matthäus 20, Verse 1-16 - Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg).

Wir durften uns an alten und neuen, philippinischen und europäischen Liedern freuen und nach dem Gottesdienst den Abend in guter Gesellschaft ausklingen lassen. Der Weltgebetstag bietet einen besonderen, einzigartigen Blick auf die Welt - jedes Jahr wieder.

Text und Foto: Marion Dittrich   

 

 

Kirchengemeinderats - Rüste

Als wir in der KGR-Sitzung im Januar mit Dekan Dr. Glimpel über die Visitation sprachen, sagte er, Visitation sei Schatz - und nicht Fehlersuche. Und Visitation sei in manchem eine Fleißaufgabe für den Kirchengemeinderat.

 

  

Auf der Rüste im Februar beschäftigte sich der Kirchengemeinderat dann näher mit der Visitation und begann mit einer Schatzsuche. Zunächst als Rückblick: Welche Themen haben unsere Gemeinde in den letzten Jahren beschäftigt? Was ist gelungen? Was nicht? Und dann mit einem Blick in die nahe Zukunft: Was wird oder was soll uns in den nächsten drei bis fünf Jahren beschäftigen: Welche Schätze sollten dann in unserer Gemeinde zu entdecken sein? Was muss getan werden, damit Menschen in unserer Kirchengemeinde vielfältig Schätze finden können?

 

  

Danach war auf der Rüste auch ein Teil der schriftlichen Vorarbeiten für die Visitation zu erledigen: Wir haben uns Gedanken über ein Leitbild für unsere Gemeindearbeit gemacht, an Entwürfen für die Berichterstattung zur Visitation gefeilt und einen zeitlichen Vorschlag für den Ablauf der Visitationswoche erarbeitet.

 

  

Am Sonntag feierten wir gemeinsam Gottesdienst und sangen: "Gib uns Ohren, die hören und Augen, die sehn und ein weites Herz andre zu verstehn. Gott gib uns Mut, unsre Wege zu gehen."

Ohren, die hören, Augen, die sehen, vor allem aber ein weites Herz, dass uns hilft, Menschen unserer Gemeinde und unseres Dorfes zu verstehen und für Sie Kirche vor Ort so zu leben, dass die Schätze unserer Gemeinde sichtbar werden, das wünschen wir uns.

Text und Fotos: Martina Lieb   

 

 

Oberlinhaus

Anfang Januar sind die beiden Kindergartengruppen aus dem Oberlinhaus umgezogen in die Kindertagesstätte Farbklecks im Speiterling. Inzwischen wurden auch die meisten Außenspielgeräte abgebaut und im Garten des Farbklecks installiert. Bis Ende März werden auch die restlichen Spielsachen und Utensilien für das Spielen in Hof und Garten abgeholt.

 

 

Fotos: Wiebke Ulmer

  

Am 21. Januar wurde kräftig angepackt und alles Mobiliar der Jugendräume im Obergeschoß umgezogen in die ehemaligen Kindergartenräume. Auch die Konfirmanden halfen im Rahmen ihres Konfi-Samstages mit und konnten so schon die Räume kennenlernen, in denen sie sich seitdem zum wöchentlichen Unterricht treffen. Nach getaner Arbeit und einem gemeinsamen Mittagessen entstand in gemütlicher Runde noch ein Gedicht, das die Ereignisse des Tages auf den Punkt bringt:

Nur vor wenigen Tagen
wurden Sofas getragen.
Tische und Stühle bewegt,
Räume sauber gefegt.
Speicher sortiert, Platten poliert,
Pflanzen wechseln den Raum.
Kisten verrückt, Regale bestückt.
Ach, das ist ein Traum.
Schränke gebaut, Spiele verstaut,
keiner stand nur so da.
Dann ein Gedicht, für den Bericht,
am Ende gab es Pizza.

Mitte Januar ging der Bauantrag der Kirchengemeinde an den Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe. Nun hoffen wir auf eine zügige Bearbeitung und Genehmigung. Denn erst dann kann mit den notwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen werden.

 

Foto: Wiebke Ulmer

  

Die ehemaligen Jugendräume im Obergeschoss werden zu zwei Wohnungen umgebaut, die an die Gemeinde Keltern für die Anschlußunterbringung von Flüchtlingen vermietet werden. Die Kommune trägt die Umbaukosten. Diese werden unter Abzug von evtl. Fördermitteln des Landes mit der Kaltmiete verrechnet, d.h. die Kirchengemeinde bekommt zunächst nur die Nebenkosten erstattet, nach Abtrag der Umbaukosten dann auch die Kaltmiete. Dadurch kann mit dem Ausbau der dringend benötigten Wohnungen begonnen werden ohne auf die Genehmigung des kirchlichen Bauantrags warten zu müssen.

Stefan Vetter / Kirchengemeinderat   

 

 

Spenden + Gaben

In der Zeit vom 8. November 2016 bis 1. März 2017 sind im Pfarramt die folgenden Spenden eingegangen:

Wo am Nötigsten: 3.790 Euro / Flüchtlinge: 1.183 Euro / Kinder-Bibel-Woche und Kinder-Bibel-Sonntag: 240 Euro / Seniorenarbeit: 503,40 Euro / Posaunenchor: 120 Euro / Kindergarten: 120 Euro / Brotback-Aktion der Konfirmanden für Brot für die Welt: 802,60 Euro / Sammelaktion für Brot für die Welt: 4.981 Euro / Heimatgruss-Ausgabe 276: 610 Euro / Kirchenopfer: 2.503 Euro / Weitere verschiedene Kollekten: 1.209,30 Euro.  

Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön.  

 

 

Ökumenische Vereinbarung

Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern

Im Rahmen eines ökumenischen Abendgebetes aus Anlass des 50-jährigen Kirchweih-Jubiläums der katholischen Kirche in Dietlingen wurde am 30. Oktober 2005 die Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern unterzeichnet. Diese Vereinbarung stellt eine Selbstverpflichtung dar und ermutigt die evangelischen und katholischen Christen in Keltern-Dietlingen zu einer verlässlichen und bewussten ökumenischen Zusammenarbeit.

Eine Rahmenvereinbarung wurde bereits am 27. Mai 2004 anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes zur "Gebetswoche für die Einheit der Christen" in der St. Franziskus-Kirche zu Pforzheim von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch für die Erzdiözese Freiburg und Landesbischof Dr. Ulrich Fischer für die Evangelische Landeskirche in Baden vorgestellt und unterzeichnet. Diese Rahmenvereinbarung hat uns in Keltern-Dietlingen dazu angeregt, in den Leitungsgremien eine verbindliche Vereinbarung zu erarbeiten, die die besonderen örtlichen Möglichkeiten im Blick hat und das bereits gewachsene ökumenische Miteinander berücksichtigt.

Im Vorwort dieser Rahmenvereinbarung heißt es:

"Diese Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften versteht sich als gemeinsame Verpflichtung zur Zusammenarbeit aufgrund der "Charta Oecumenica - Leitlinien für die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Europa". Sie will die ökumenische Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinden und Pfarreien fördern und stärken und einen dafür verbindlichen Maßstab setzen."

Damit alle diese Vereinbarung nachlesen können, wird ihr wesentlicher Inhalt hier abgedruckt.

Präambel

  • Im Bekenntnis zur Taufe als dem gemeinsamen grundlegenden Band der Einheit in Jesus Christus,
  • getragen von der Bitte Jesu, "dass alle eins seien" (Johannes 17,  Vers 21),
  • im Glauben an Jesus Christus als Haupt der Kirche und Herrn der Welt auf der gemeinsamen Grundlage des Wortes Gottes, wie es die Heilige Schrift bezeugt,
  • auf der Grundlage des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel (381) als Auslegung der Heiligen Schrift,
  • in Erinnerung an die von der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg 1999 unterzeichnete gemeinsame Erklärung,
  • ermutigt durch die gemeinsame Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 und durch die langjährige geschwisterliche Zusammenarbeit unserer beiden Gemeinden,

verpflichten sich die evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und die römisch-katholische Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern zu weiteren Schritten auf dem Weg zur sichtbaren Einheit in einem Glauben und in der einen eucharistischen Gemeinschaft und unterzeichnen folgende Vereinbarung:  

  

1. Im ökumenischen Miteinander ist es wichtig, die geistlichen Gaben der verschiedenen christlichen Traditionen kennen zu lernen, sich davon bereichern zu lassen und so voneinander zu lernen. Daher verpflichten wir uns, das Leben unserer Gemeinden auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Arbeitsbereichen kennen zu lernen, einander zu den jeweiligen Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen sowie regelmäßige Begegnungen zu vereinbaren. Wir wollen Selbstgenügsamkeit überwinden und mögliche Vorurteile beseitigen, die Begegnung miteinander suchen und füreinander da sein.

2. Unsere Ökumene lebt davon, dass wir Gottes Wort gemeinsam hören und den Heiligen Geist in uns und durch uns wirken lassen. Wir wollen den bisherigen Weg fortsetzen, durch Gebete und Gottesdienste die geistliche Gemeinschaft zwischen unseren Gemeinden zu vertiefen und die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi zu fördern. Wir verpflichten uns, auf der Grundlage der gemeinsamen Erklärung zu "Gottesdienst und Amtshandlungen als Orte der Begegnung" füreinander und miteinander zu beten.
An folgenden Tagen wollen wir miteinander Gottesdienst feiern: an Silvester und Pfingstmontag, am Weltgebetstag der Frauen, zum Abschluss der Kinder-Bibel-Woche und an geeigneten Tagen im Rahmen des Schuljahres.
An folgenden Tagen wollen wir einander einladen, um das spezifische gottesdienstliche Feiern des Partners kennen- und besser verstehen zu lernen: an Allerheiligen und am Buß- und Bettag.
Wünschenswert ist es, wenn der Ökumenische Jugendkreuzweg gemeinsam gestaltet wird.

3. Wir wollen als evangelische und katholische Kirchengemeinden gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen verkündigen. Angesichts vielfältiger Orientierungslosigkeit, aber auch mannigfacher Suche nach Sinn sind die Christinnen und Christen besonders herausgefordert, ihren Glauben zu bezeugen. Dazu bedarf es des verstärkten Engagements und des Erfahrungsaustauschs in Katechese und Seelsorge.
Ebenso wichtig ist es, dass das ganze Volk Gottes gemeinsam das Evangelium in die gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein vermittelt wie auch durch sozialen Einsatz und die Wahrnehmung von politischer Verantwortung zur Geltung bringt.

Daher verpflichten wir uns, auf folgenden Ebenen und in folgenden Arbeitsbereichen einander stets zu informieren und Absprachen zu treffen bzw. gemeinsam zu handeln:

  • gemeinsame Sitzungen des Pfarrgemeinderats und des Kirchengemeinderats in zweijährigem Turnus
  • Zusammenarbeit im Kelterner Forum
  • Kooperation mit der Sozialstation
  • Austausch und Auslegen von Gemeindebriefen auf dem jeweiligen Informationstisch in der Kirche
  • wechselseitige Mitteilung von wichtigen Terminplanungen
  • wechselseitige Einladung zu besonderen Veranstaltungen
  • bei Bedarf wechselseitiges Zurverfügungstellen der kirchlichen Räume.

4. Ökumene geschieht bereits in vielfältigen Formen gemeinsamen Handelns in der Erzdiözese Freiburg, in der Evangelischen Landeskirche in Baden und in unseren Gemeinden. Viele Christinnen und Christen leben und wirken gemeinsam in Freundschaften, in der Nachbarschaft, im Beruf und in ihren Familien. Insbesondere konfessionsverbindende Ehen und Familien müssen darin unterstützt werden, Ökumene in ihrem Alltag zu leben.
Wir verpflichten uns, die gemeinsame Trauung konfessionsverbindender Ehepartner den Ehepaaren/Brautpaaren anzuraten und gemeinsam vorzunehmen (Formular C).
Wir verpflichten uns weiter, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens dem entgegenstehen.

Insbesondere vereinbaren wir für unsere Gemeinden:

  • Durchführung der Kinder-Bibel-Woche und der Bibelwoche für Erwachsene
  • geeignete Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeitende im Besuchsdienst
  • ein Frauentreff für Frauen im mittleren Lebensalter
  • Durchführung der Sternsinger-Aktion
  • Grußworte anlässlich der Kommunion bzw. Konfirmation

5. Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit und Einheit ist von grundlegender Bedeutung. Wir verpflichten uns, die ökumenische Gemeinschaft im Dialog zwischen unseren Gemeinden gewissenhaft und intensiv fortzusetzen. Wenn Kontroversen in Fragen des Glaubens und der Ethik bestehen, wollen wir das Gespräch suchen und alle, auch strittige Fragen gemeinsam im Licht des Evangeliums und der Überlieferung unserer Kirchen erörtern.

6. Die Partnerschaft unserer Gemeinden ist offen für die Partnerschaft mit weiteren christlichen Gemeinden in unserer Region und an unserem Ort. Für die Aufnahme in die Partnerschaft ist allerdings Voraussetzung, dass die betreffende Gemeinde als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg angehört oder mit ihr in grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbunden ist.

Abschluss

Mit dieser Vereinbarung geben wir dem zwischen uns gewachsenen Miteinander einen verbindlichen Rahmen und verpflichten uns, dieses Miteinander auch weiterhin zu fördern und zu entwickeln. So suchen wir der Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst gerecht zu werden zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Keltern, den 30. Oktober 2005

Evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen
Dr. Andreas Dittrich / Vorsitzender des Kirchengemeinderates
Klaus Zimmermann, Pfarrer / Stellvertretender Vorsitzender

Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie Keltern
Klaus Bundschuh / Pfarrer
Herbert Böhm / Vorsitzender des Pfarrgemeinderates