Wochenspruch / 1. Sonntag nach Trinitatis

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10, Vers 16

  

   

Gottesdienstanzeiger 

24.06.2017
20.00 Uhr - Abendgebet mit Gesängen aus Taizé. (Team)
 

25.06.2017 / 2. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrer Ziegler)
Die Kollekte ist bestimmt für die Diakonische Arbeit der Landeskirche.
Wochenspruch: Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11, Vers 28
 

01.07.2017
10.30 Uhr - Gottesdienst zur Einweihung des neuen Kindergarten Farbklecks im Speiterling in der Aula der Schule. (Pfarrerin Lieb)
 

02.07.2017 / 3. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Kein Gottesdienst.
9.30 Uhr - Kinder-Bibel-Sonntag im Oberlinhaus. (Diakonin Bach & Team)
Wochenspruch: Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Lukas 19, Vers 10
 

09.07.2017 / 4. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst zum Abschluss der Visitation unter musikalischer Mitgestaltung des Singkreises und des Posaunenchors. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetzt Christi erfüllen. Galater 6, Vers 2
 

16.07.2017 / 5. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls. (Einzelkelch/Saft) (Pfarrer Ziegler)
Die Kollekte ist bestimmt für die Schwangerenkonfliktsberatung AusWeg.
Wochenspruch: Aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2, Vers 8
 

23.07.2017 / 6. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Vorstellung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. (Pfarrerin Lieb)
Das Opfer ist für die Konfirmandenarbeit unserer eigenen Gemeinde bestimmt.
Wochenspruch: So spricht der Herr, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jesaja 43, Vers 1
 

30.07.2017 / 7. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: So seid ihr nung nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2, Vers 19
 

06.08.2017 / 8. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrer i. R. Pöbel)
Die Kollekte ist für Ökumene und Auslandsarbeit bestimmt.
Wochenspruch: Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5, Verse 8 + 9
 

13.08.2017 / 9. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Werner Schlittenhardt)
Wochenspruch: Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern. Lukas 12, Vers 48
 

20.08.2017 / 10. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst mit Feier des Heiligen Abendmahls. (Einzelkelch/Saft) (N.N.)
Wochenspruch: Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat. Psalm 33, Vers 12
 

27.08.2017 / 11. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (Pfarrerin Lieb)
Wochenspruch: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1. Petrus 5, Vers 5
 

03.09.2017 / 12. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (N. N.)
Die Kollekte ist für diakonische und missionarische Dienste in der Landeskirche.
Wochenspruch: Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Jesaja 42, Vers 3
 

10.09.2017 / 13. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (N.N.)
Wochenspruch: Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Matthäus 25, Vers 40
 

17.09.2017 / 14. Sonntag nach Trinitatis
9.30 Uhr - Gottesdienst. (N.N.)
Wochenspruch: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103, Vers 2

  

Änderungen vorbehalten.

 

 

Besuchsdienst - Unterwegs

Unterwegs in den Häusern unseres Dorfes sind die Mitarbeiterinnen des Besuchsdienstkreises an vielen Tagen im Jahr. Wir besuchen Menschen unserer Gemeinde um ihnen zum Geburtstag zu gratulieren, Kinder, die bei uns getauft wurden, an ihrem Tauftag von unserer Kirchengemeinde zu grüßen und Neuzugezogene in Dietlingen willkommen zu heißen.

Wir besuchen Gemeindeglieder an ihrem 75. Geburtstag und ab dem 80. Geburtstag jedes Jahr. - Pfarrerin Martina Lieb besucht die Jubilare zum 90. Geburtstag und ab dem 95. Geburtstag jedes Jahr.

Haben Sie Lust sich mit uns auf den Weg zu machen? Wir freuen uns über jede neue Mitarbeiterin und jeden neuen Mitarbeiter. Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich doch bei Karin Bischoff (Telefon: 07236 / 88 16), Marion Schindler (Telefon: 07236 / 98 06 76) oder Christa Seiter (Telefon: 07236 / 84 47).

 

 

Die Lutherbibel 2017 - Zurück in die Zukunft

Das Reformationsjubiläum 2017 steht bevor. Dazu gibt es seit Oktober eine neue Überarbeitung der Lutherbibel, die der Jahrhunderte alten Arbeit des Reformators neues Gewicht geben soll.

 

  

In regelmäßigen Abständen passt eine kirchliche Arbeitsgruppe die Bibelübersetzung Martin Luthers den aktuellen Bedürfnissen an. Bei der letzten Überarbeitung 1999 wurden zwei Ziele umgesetzt: erstens für den Schulgebrauch die neue Rechtschreibung einzuführen und zweitens endlich den ursprünglichen Begriff "Weib", der heute nur noch abwertend verstanden wird, durch den ganz neutralen Begriff "Frau" zu ersetzen - wie es Martin Luther meistens auch meinte.

Mit der "Lutherbibel 2017" sind diesmal zwei andere Ziele verfolgt worden: Erstens sollten einige Passagen den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte entsprechen - und zwar auch in dem Sinn, dass manche Formulierungen wieder der ursprünglichen Lutherübersetzung angenähert wurden, wenn die Gründe für redaktionelle Eingriffe der Ausgaben von 1975 oder 1984 sich als reine Vermutungen erwiesen haben.

Die Spätschriften des Ersten Testaments (wie Judith, Tobit oder Jesus Sirach), die Martin Luther teilweise gar nicht selbst übersetzte, weil er sie bloß für nützlich, aber nicht zur Heiligen Schrift gehörig betrachtete, wurden zum anderen nun endlich einer einheitlichen Durchsicht unterzogen. In diesem Bereich gibt es jetzt auch einige Änderungen in der Versnummerierung. Alle neuen Ausgaben der Lutherbibel werden diese Spätschriften nun in akkurater, konsequenter Übersetzung enthalten.

Die Mischung von Genauigkeit, Sprachgefühl und Freiheit, die Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung 1534 angewandt hat, war der Grund dafür, dass sie Jahrhunderte lang als frisch geblieben und unübertroffen galt. "Dem Volk aufs Maul geschaut" - das war damals sein Erfolgsrezept. Statt nur wörtlich zu übersetzen, hat er mit eigenen Worten versucht, den Sinn einzufangen: "Lass meine Seele voll werden mit Schmalz und Fettem" (wörtlich) verwandelte Martin Luther in die Formulierung "Das wäre meines Herzens Freude und Wonne". Da die Lutherübersetzung an vielen Stellen einen seit langem vertrauten Text bietet, wird sie heute nicht mehr in einem ähnlichen Umfang wie zur damaligen Zeit an die Alltagssprache angepasst. Die Aufgabe, "dem Volk aufs Maul zu schauen", haben andere Übersetzungen mit ihrem Versuch der Übertragung in aktuelle Sprache übernommen.

  

  • Einheitsübersetzung: Übersetzung für die katholischen Bistümer im deutschen Sprachraum, die auch im katholischen Gottesdienst Verwendung findet; kommt im Dezember in einer neuen Ausgabe heraus. Mischung aus Tradition, Sprachkunst und verständlicher Sprache.

  • Gute-Nachricht-Bibel, BasisBibel: Zwei Übersetzungen, die versuchen in eine moderne, gut verständliche Sprache zu übersetzen - die Übertragung ist dabei etwas freier; die BasisBibel gibt es bisher nur mit Evangelien und Psalmen.

  • Elberfelder Bibel, Hoffnung für alle: zwei Übersetzungen, die versuchen, die Bibel möglichst genau in eine verständliche Sprache zu übersetzen.

  • Achtung: Die "Lutherbibel 2017" ist etwas anderes als die "Neue Luther", die 2009 von einer spanischen Verlagsgruppe herausgegeben wurde.

  

Über tausend Änderungen gab es insgesamt, die von 70 Fachleuten beigetragen wurden. Etwa ein Drittel davon führt wieder stärker zur ursprünglichen Übersetzung Luthers zurück. Etliche Anpassungen beziehen sich auch auf die Zwischenüberschriften, Querverweise, Erklärungen oder die fett gedruckten Kerntexte. Es ist also berechtigt, von einer "Revision" zu sprechen: Eine Durchsicht, die in manchen Punkten vorwärts, in anderen Bereichen aber zurück zum Ursprung führt - ganz wie es bei einem Reformationsjubiläum angemessen ist.

 

Beispiele für Änderungen:

  • In Psalm 42, Vers 6 wurde ein eingefügter vermuteter Refrain wieder gestrichen.

  • In Matthäus 6, Vers 1 wird jetzt von der ursprünglich gemeinten allgemeinen "Gerechtigkeit" gesprochen, nicht vom "Almosen", wie Luther es auf der Grundlage ihm zur Verfügung stehender Vorlagen übersetzte.

  • Unter den von Luther übersetzten "Gottlosen" könnten wir Leser heute Atheisten verstehen - so ist der Ausdruck in der Bibel aber ursprünglich meist nicht gemeint; darum ist jetzt meist von "Frevlern" die Rede.

  • Wo Luther "die Heiden" übersetzte, sind oftmals einfach "die (fremden) Völker" ausßerhalb Israels gemeint; so wird jetzt auch übersetzt.

  

Es gibt übrigens keine Sorgen, dass die Bibel sich heute nicht mehr verkauft. Untersuchungen zeigen, dass niemand die Bibel nur auf dem Computer oder dem Smartphone liest - es besteht eher die Befürchtung, dass die 260.000 neuen Bibeln, die die Deutsche Bibelgesellschaft schon gedruckt hat, vor allem von denjenigen gekauft werden, die bereits 2 oder 3 Bibeln zuhause haben - und nicht von denen, die sie noch nicht richtig kennen.

Die Bibel lässt sich im Internet kostenlos lesen: www.die-bibel.de. Zum Reformationsjubiläum gibt es unter dieser Adresse auch eine kostenlose App fürs Smartphone mit der Lutherübersetzung 2017.

Fritjof Ziegler

 

 

Kirchenband + Projektchor

Für alle, die gerne singen oder ein Instrument spielen und ab und zu einen Gottesdienst mitgestalten wollen, aber keine Zeit haben für regelmäßige Chor- oder Bandproben.

 

 

Wir treffen uns vor jedem Gottesdienst zu zwei bis drei Proben. Noten und Hörbeispiele gibt es vorab und die Termine werden "gedoodelt".

Weitere Informationen bei: Stefan Vetter / Email: s.vetter (at) ekidi.de / Telefon: 07236 / 98 18 09

 

 

Kelterner Forum - Fluchtursachen und Entwicklungshilfe

Am 17. Mai fand im Katholischen Gemeindehaus in Dietlingen das Kelterner Forum zum Thema: Fluchtursachen & Entwicklungshilfe - Was tut wirklich Not? statt. 

Im Vorfeld der Debatte über den entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung am vergangenen Donnerstag im Bundestag bekräftigte Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) seine Forderung nach einer neuen Handelspolitik zwischen europäischen und afrikanischen Ländern. Schon im Januar 2016 hatte er konstatiert: "Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut." Am Mittwochabend im katholischen Gemeindehaus Dietlingen hatte das Kelterner Forum eingeladen, mehr über die Hintergründe dieser zutiefst betroffen machenden Feststellung zu erfahren; und was Menschen in einer bisher nie dagewesenen Weise zu Flucht und Migration bewegt.

 

Bärbel Storz mit Roland Schultner und Martin Gück (von links).

   

Gastreferent war Martin Gück, Volkswirt und Mitarbeiter von Kairos Europa e.V., einem dezentralen Netzwerk von Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen in Europa, die sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einsetzen.  

Gück informierte zunächst über die gewaltige Größenordnung, die Flucht und Migration derzeit angenommen hat. Noch nie gab es so viele Flüchtlinge wie heute (65 Mio.) - außer vielleicht bei der Staatenbildung nach dem Ende der britischen Herrschaft auf dem indischen Subkontinent. Dabei komme bisher überhaupt nur jeder 35. Flüchtling nach Europa. Würde die Bundesrepublik - in Relation zur Einwohnerzahl - so viele Flüchtlinge aufnehmen wie etwa der Libanon, wären dies 17 Mio. Menschen.

 

Herr Gück beim Präsentieren der Statistik zu Aufnahmeländern und Herkunftsländern.

   

Weiter wies Gück auf die vielfältigen Ursachen hin, die Menschen dazu veranlassen oder zwingen, für sich und ihre Kinder anderswo eine bessere Zukunft zu suchen. Der Klimawandel allein - so Schätzungen - wird zukünftig weitere 200 Mio. Menschen in die Migration treiben. Deutlich werde auch, dass die von den reichen Ländern des Nordens diktierten Wirtschafts- und Handelsstrukturen wesentliche Mitverursacher von Migration sind. (Etwa wenn afrikanische Staaten gezwungen werden, ihre Märkte für die Restprodukte europäischer Hähnchenproduktion offen zu halten und darüber die einheimische Geflügelzucht zugrunde geht.)

Ebenso ist nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte klar, dass die klassische Entwicklungshilfe kaum etwas zur Lösung der Probleme beitragen konnte und hier dringend ein Neuansatz erforderlich ist. Die Herausforderung ist gewaltig - gerade für uns in den hochentwickelten Gesellschaften des Nordens, wollen wir nicht auf Dauer selber den Ast absägen, auf dem wir sitzen. Es geht um nicht weniger als um ein radikales Umdenken beim Weltwirtschafts-System, weg vom Grundsatz der Gewinnmaximierung hin zu einer (globalen) Gemeinwohlorientierung. Voraussetzung dafür ist ein politischer Prozess, ein Bewusstseinswandel in den demokratischen Gesellschaften in Europa und Nordamerika.  

In der Diskussion im Anschluss beschäftigte vor allem die Frage, wie solch ein Bewusstseinswandel erreicht werden kann, bis hin zur Frage, ob die menschliche Selbstsucht und Gier eine Veränderung nicht im Letzten unmöglich macht; eine fast resignativ vorgetragene Möglichkeit angesichts neuerlicher nationalstaatlicher Tendenzen ("America first").

Andererseits wurde deutlich, dass gerade Christen - trotz eines sehr realistischen Menschenbildes der Bibel ("des Menschen Herz ist böse von Jugend auf") - ermutigt sind, Zeichen für einen anderen Lebensstil zu setzen. Sie sind dabei getragen von der Hoffnung und Erwartung, dass - im Vertrauen auf Gottes Kraft - selbst kleine Anfänge sich auswachsen können zu einer neuen, gerechteren Wirklichkeit, dass aus einem kleinen Senfkorn dann doch ein großer Baum erwächst.

 

Martin Gück, Kairos Europe e.V. und Roland Schultner, SES (von links).

  

Hinweis auf solche Zeichen eines neuen besseren Miteinanders von reichem Norden und 2/3 der restlichen Welt ist beispielhaft die Arbeit des Senior Experten Service, von dem an diesem Abend Roland Schultner aus Keltern berichtete. Senioren mit beruflicher Erfahrung aus Unternehmen unterschiedlichster Art leisten ehrenamtlich Hilfe zur Selbsthilfe für kleine und mittlere Unternehmen, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen usw. in Ländern des Südens. Mittlerweile etwa 12.000 Personen im Durchschnittsalter von 69 Jahre haben sich in ca. 40.000 Einsätzen weltweit bei diesem ehrenamtlichen "Know-how-Transfer" eingesetzt. So auch der Referent bei einem Einsatz in Madagaskar.

Text und Fotos: Günther Wacker / Kelterner Forum   

 

 

Oberlinhaus

Anfang Januar sind die beiden Kindergartengruppen aus dem Oberlinhaus umgezogen in die Kindertagesstätte Farbklecks im Speiterling. Inzwischen wurden auch die meisten Außenspielgeräte abgebaut und im Garten des Farbklecks installiert. Bis Ende März werden auch die restlichen Spielsachen und Utensilien für das Spielen in Hof und Garten abgeholt.

 

 

Fotos: Wiebke Ulmer

  

Am 21. Januar wurde kräftig angepackt und alles Mobiliar der Jugendräume im Obergeschoß umgezogen in die ehemaligen Kindergartenräume. Auch die Konfirmanden halfen im Rahmen ihres Konfi-Samstages mit und konnten so schon die Räume kennenlernen, in denen sie sich seitdem zum wöchentlichen Unterricht treffen. Nach getaner Arbeit und einem gemeinsamen Mittagessen entstand in gemütlicher Runde noch ein Gedicht, das die Ereignisse des Tages auf den Punkt bringt:

Nur vor wenigen Tagen
wurden Sofas getragen.
Tische und Stühle bewegt,
Räume sauber gefegt.
Speicher sortiert, Platten poliert,
Pflanzen wechseln den Raum.
Kisten verrückt, Regale bestückt.
Ach, das ist ein Traum.
Schränke gebaut, Spiele verstaut,
keiner stand nur so da.
Dann ein Gedicht, für den Bericht,
am Ende gab es Pizza.

Mitte Januar ging der Bauantrag der Kirchengemeinde an den Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe. Nun hoffen wir auf eine zügige Bearbeitung und Genehmigung. Denn erst dann kann mit den notwendigen Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen werden.

 

Foto: Wiebke Ulmer

  

Die ehemaligen Jugendräume im Obergeschoss werden zu zwei Wohnungen umgebaut, die an die Gemeinde Keltern für die Anschlußunterbringung von Flüchtlingen vermietet werden. Die Kommune trägt die Umbaukosten. Diese werden unter Abzug von evtl. Fördermitteln des Landes mit der Kaltmiete verrechnet, d.h. die Kirchengemeinde bekommt zunächst nur die Nebenkosten erstattet, nach Abtrag der Umbaukosten dann auch die Kaltmiete. Dadurch kann mit dem Ausbau der dringend benötigten Wohnungen begonnen werden ohne auf die Genehmigung des kirchlichen Bauantrags warten zu müssen.

Stefan Vetter / Kirchengemeinderat   

 

 

Spenden + Gaben

In der Zeit vom 8. November 2016 bis 1. März 2017 sind im Pfarramt die folgenden Spenden eingegangen:

Wo am Nötigsten: 3.790 Euro / Flüchtlinge: 1.183 Euro / Kinder-Bibel-Woche und Kinder-Bibel-Sonntag: 240 Euro / Seniorenarbeit: 503,40 Euro / Posaunenchor: 120 Euro / Kindergarten: 120 Euro / Brotback-Aktion der Konfirmanden für Brot für die Welt: 802,60 Euro / Sammelaktion für Brot für die Welt: 4.981 Euro / Heimatgruss-Ausgabe 276: 610 Euro / Kirchenopfer: 2.503 Euro / Weitere verschiedene Kollekten: 1.209,30 Euro.  

Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön.  

 

 

Ökumenische Vereinbarung

Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern

Im Rahmen eines ökumenischen Abendgebetes aus Anlass des 50-jährigen Kirchweih-Jubiläums der katholischen Kirche in Dietlingen wurde am 30. Oktober 2005 die Vereinbarung für eine ökumenische Zusammenarbeit zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und der Katholischen Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern unterzeichnet. Diese Vereinbarung stellt eine Selbstverpflichtung dar und ermutigt die evangelischen und katholischen Christen in Keltern-Dietlingen zu einer verlässlichen und bewussten ökumenischen Zusammenarbeit.

Eine Rahmenvereinbarung wurde bereits am 27. Mai 2004 anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes zur "Gebetswoche für die Einheit der Christen" in der St. Franziskus-Kirche zu Pforzheim von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch für die Erzdiözese Freiburg und Landesbischof Dr. Ulrich Fischer für die Evangelische Landeskirche in Baden vorgestellt und unterzeichnet. Diese Rahmenvereinbarung hat uns in Keltern-Dietlingen dazu angeregt, in den Leitungsgremien eine verbindliche Vereinbarung zu erarbeiten, die die besonderen örtlichen Möglichkeiten im Blick hat und das bereits gewachsene ökumenische Miteinander berücksichtigt.

Im Vorwort dieser Rahmenvereinbarung heißt es:

"Diese Rahmenvereinbarung für ökumenische Partnerschaften versteht sich als gemeinsame Verpflichtung zur Zusammenarbeit aufgrund der "Charta Oecumenica - Leitlinien für die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Europa". Sie will die ökumenische Zusammenarbeit zwischen Pfarrgemeinden und Pfarreien fördern und stärken und einen dafür verbindlichen Maßstab setzen."

Damit alle diese Vereinbarung nachlesen können, wird ihr wesentlicher Inhalt hier abgedruckt.

Präambel

  • Im Bekenntnis zur Taufe als dem gemeinsamen grundlegenden Band der Einheit in Jesus Christus,
  • getragen von der Bitte Jesu, "dass alle eins seien" (Johannes 17,  Vers 21),
  • im Glauben an Jesus Christus als Haupt der Kirche und Herrn der Welt auf der gemeinsamen Grundlage des Wortes Gottes, wie es die Heilige Schrift bezeugt,
  • auf der Grundlage des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel (381) als Auslegung der Heiligen Schrift,
  • in Erinnerung an die von der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg 1999 unterzeichnete gemeinsame Erklärung,
  • ermutigt durch die gemeinsame Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 und durch die langjährige geschwisterliche Zusammenarbeit unserer beiden Gemeinden,

verpflichten sich die evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen und die römisch-katholische Pfarrgemeinde Heilige Familie Keltern zu weiteren Schritten auf dem Weg zur sichtbaren Einheit in einem Glauben und in der einen eucharistischen Gemeinschaft und unterzeichnen folgende Vereinbarung:  

  

1. Im ökumenischen Miteinander ist es wichtig, die geistlichen Gaben der verschiedenen christlichen Traditionen kennen zu lernen, sich davon bereichern zu lassen und so voneinander zu lernen. Daher verpflichten wir uns, das Leben unserer Gemeinden auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Arbeitsbereichen kennen zu lernen, einander zu den jeweiligen Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen sowie regelmäßige Begegnungen zu vereinbaren. Wir wollen Selbstgenügsamkeit überwinden und mögliche Vorurteile beseitigen, die Begegnung miteinander suchen und füreinander da sein.

2. Unsere Ökumene lebt davon, dass wir Gottes Wort gemeinsam hören und den Heiligen Geist in uns und durch uns wirken lassen. Wir wollen den bisherigen Weg fortsetzen, durch Gebete und Gottesdienste die geistliche Gemeinschaft zwischen unseren Gemeinden zu vertiefen und die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi zu fördern. Wir verpflichten uns, auf der Grundlage der gemeinsamen Erklärung zu "Gottesdienst und Amtshandlungen als Orte der Begegnung" füreinander und miteinander zu beten.
An folgenden Tagen wollen wir miteinander Gottesdienst feiern: an Silvester und Pfingstmontag, am Weltgebetstag der Frauen, zum Abschluss der Kinder-Bibel-Woche und an geeigneten Tagen im Rahmen des Schuljahres.
An folgenden Tagen wollen wir einander einladen, um das spezifische gottesdienstliche Feiern des Partners kennen- und besser verstehen zu lernen: an Allerheiligen und am Buß- und Bettag.
Wünschenswert ist es, wenn der Ökumenische Jugendkreuzweg gemeinsam gestaltet wird.

3. Wir wollen als evangelische und katholische Kirchengemeinden gemeinsam das Evangelium durch Wort und Tat für das Heil aller Menschen verkündigen. Angesichts vielfältiger Orientierungslosigkeit, aber auch mannigfacher Suche nach Sinn sind die Christinnen und Christen besonders herausgefordert, ihren Glauben zu bezeugen. Dazu bedarf es des verstärkten Engagements und des Erfahrungsaustauschs in Katechese und Seelsorge.
Ebenso wichtig ist es, dass das ganze Volk Gottes gemeinsam das Evangelium in die gesellschaftliche Öffentlichkeit hinein vermittelt wie auch durch sozialen Einsatz und die Wahrnehmung von politischer Verantwortung zur Geltung bringt.

Daher verpflichten wir uns, auf folgenden Ebenen und in folgenden Arbeitsbereichen einander stets zu informieren und Absprachen zu treffen bzw. gemeinsam zu handeln:

  • gemeinsame Sitzungen des Pfarrgemeinderats und des Kirchengemeinderats in zweijährigem Turnus
  • Zusammenarbeit im Kelterner Forum
  • Kooperation mit der Sozialstation
  • Austausch und Auslegen von Gemeindebriefen auf dem jeweiligen Informationstisch in der Kirche
  • wechselseitige Mitteilung von wichtigen Terminplanungen
  • wechselseitige Einladung zu besonderen Veranstaltungen
  • bei Bedarf wechselseitiges Zurverfügungstellen der kirchlichen Räume.

4. Ökumene geschieht bereits in vielfältigen Formen gemeinsamen Handelns in der Erzdiözese Freiburg, in der Evangelischen Landeskirche in Baden und in unseren Gemeinden. Viele Christinnen und Christen leben und wirken gemeinsam in Freundschaften, in der Nachbarschaft, im Beruf und in ihren Familien. Insbesondere konfessionsverbindende Ehen und Familien müssen darin unterstützt werden, Ökumene in ihrem Alltag zu leben.
Wir verpflichten uns, die gemeinsame Trauung konfessionsverbindender Ehepartner den Ehepaaren/Brautpaaren anzuraten und gemeinsam vorzunehmen (Formular C).
Wir verpflichten uns weiter, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens gemeinsam zu handeln, wo die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht Gründe des Glaubens dem entgegenstehen.

Insbesondere vereinbaren wir für unsere Gemeinden:

  • Durchführung der Kinder-Bibel-Woche und der Bibelwoche für Erwachsene
  • geeignete Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeitende im Besuchsdienst
  • ein Frauentreff für Frauen im mittleren Lebensalter
  • Durchführung der Sternsinger-Aktion
  • Grußworte anlässlich der Kommunion bzw. Konfirmation

5. Unsere in Christus begründete Zusammengehörigkeit und Einheit ist von grundlegender Bedeutung. Wir verpflichten uns, die ökumenische Gemeinschaft im Dialog zwischen unseren Gemeinden gewissenhaft und intensiv fortzusetzen. Wenn Kontroversen in Fragen des Glaubens und der Ethik bestehen, wollen wir das Gespräch suchen und alle, auch strittige Fragen gemeinsam im Licht des Evangeliums und der Überlieferung unserer Kirchen erörtern.

6. Die Partnerschaft unserer Gemeinden ist offen für die Partnerschaft mit weiteren christlichen Gemeinden in unserer Region und an unserem Ort. Für die Aufnahme in die Partnerschaft ist allerdings Voraussetzung, dass die betreffende Gemeinde als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg angehört oder mit ihr in grenzüberschreitender Zusammenarbeit verbunden ist.

Abschluss

Mit dieser Vereinbarung geben wir dem zwischen uns gewachsenen Miteinander einen verbindlichen Rahmen und verpflichten uns, dieses Miteinander auch weiterhin zu fördern und zu entwickeln. So suchen wir der Gemeinschaft in Zeugnis und Dienst gerecht zu werden zur Ehre Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Keltern, den 30. Oktober 2005

Evangelische Kirchengemeinde Keltern-Dietlingen
Dr. Andreas Dittrich / Vorsitzender des Kirchengemeinderates
Klaus Zimmermann, Pfarrer / Stellvertretender Vorsitzender

Katholische Kirchengemeinde Heilige Familie Keltern
Klaus Bundschuh / Pfarrer
Herbert Böhm / Vorsitzender des Pfarrgemeinderates